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Eine Kreuzschaltung anschließen – Funktionsweise und fachgerechte Installation

Tobias Behrens
Tobias Behrens 14.04.26 3 Min
Eine Kreuzschaltung anschließen – Funktionsweise und fachgerechte Installation

Möchten Sie eine Leuchte von drei oder mehr Stellen aussteuern? Die Kreuzschaltung ist hierfür die klassische technische Lösung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie eine Kreuzschaltung fachgerecht geplant wird, welche Komponenten notwendig sind und welche Sicherheitsvorschriften bei der Umsetzung zwingend beachtet werden müssen.

Was ist eine Kreuzschaltung?

Eine Kreuzschaltung wird immer dann eingesetzt, wenn ein Verbraucher – in der Regel eine Lichtquelle – von mehr als zwei Stellen aus unabhängig geschaltet werden soll. Dies ist beispielsweise in langen Fluren mit vielen Zimmertüren oder in großen Schlafzimmern der Fall. 

Technisch gesehen ist die Kreuzschaltung eine Erweiterung der klassischen Wechselschaltung. Während eine Wechselschaltung zwei Schaltstellen ermöglicht, erlaubt die Integration von Kreuzschaltern eine theoretisch unbegrenzte Anzahl an weiteren Bedienpunkten.

Kreuzschaltung vs. Wechselschaltung: Die Unterschiede

Um die richtige Wahl für eine Elektroinstallation zu treffen, ist das Verständnis der Systematik entscheidend:

  • Wechselschaltung: Ermöglicht das Schalten von zwei Stellen aus.
  • Kreuzschaltung: Ermöglicht das Schalten von drei oder mehr Stellen aus.
  • Aufbau: Eine Kreuzschaltung besteht immer aus zwei Wechselschaltern (an den jeweiligen Endpunkten der Schaltung) und mindestens einem Kreuzschalter (zwischen den Wechselschaltern).

Sicherheitshinweis

Elektrische Arbeiten, einschließlich des Anschließens eines Lichtschalters, dürfen ausschließlich von ausgebildeten Fachleuten durchgeführt werden. Die Vorschriften gemäß § 13 der „Niederspannungsanschlussverordnung“ legen fest, dass fachliche Laien keine Arbeiten an elektrischen Anlagen vornehmen dürfen. Holen Sie sich bitte stets professionelle Unterstützung!

Für die ausführende Fachkraft bilden die fünf Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0105 die unverzichtbare Arbeitsgrundlage:

  1. Freischalten: Die entsprechende Sicherung wird ausgeschaltet. 
  2. Gegen Wiedereinschalten sichern: Die Sicherung wird gegen unbeabsichtigtes Einschalten gesichert. 
  3. Spannungsfreiheit feststellen: Mit einem zweipoligen Spannungsprüfer wird geprüft, ob die Anlage spannungsfrei ist. 
  4. Erden und kurzschließen. 
  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.

Benötigtes Material und Werkzeug

Für die fachgerechte Installation einer Kreuzschaltung (mit drei Schaltstellen) werden folgende Komponenten aus unserem Sortiment benötigt:

  • 2 Wechselschalter (z. B. aus den bewährten Serien von Busch-Jaeger)
  • 1 Kreuzschalter
  • Kabel: NYM-J 5x1,5 mm²
  • Werkzeug: Seitenschneider, Abisolierwerkzeug, Schraubendreher und ein zweipoliger Spannungsprüfer.

Technische Umsetzung: So wird eine Kreuzschaltung verdrahtet

1. Die Logik der Verdrahtung 

In einer Kreuzschaltung werden die zwei „korrespondierenden Drähte“, die normalerweise zwei Wechselschalter direkt miteinander verbinden, aufgetrennt. An dieser Stelle wird der Kreuzschalter dazwischengeschaltet. Dieser „kreuzt“ die Verbindungen je nach Schalterstellung mechanisch. 

2. Anschluss des ersten Wechselschalters 

Die ankommende Phase (L) wird am Eingangskontakt (markiert mit „L“ oder einem Pfeil) des ersten Wechselschalters angeschlossen. Von den beiden Ausgängen des Schalters führen zwei korrespondierende Adern zum Kreuzschalter. 

3. Anschluss des Kreuzschalters 

Ein Kreuzschalter besitzt vier Anschlussklemmen, die meist paarweise angeordnet sind (Eingang 1/2 und Ausgang 1/2). • Die zwei Adern vom ersten Wechselschalter werden an die Eingangsklemmen angeschlossen. • Zwei weitere korrespondierende Adern führen von den Ausgangsklemmen zum zweiten Wechselschalter. • Hinweis: Der Neutralleiter (blau) und der Schutzleiter (grün-gelb) werden in der Schalterdose mittels Steckklemmen (z. B. Wago-Klemmen) direkt durchverbunden. 

4. Anschluss des zweiten Wechselschalters 

Die beiden Adern, die vom Kreuzschalter kommen, werden an den zwei korrespondierenden Kontakten des zweiten Wechselschalters montiert. Vom verbleibenden P-Kontakt (L-Kontakt) führt schließlich die geschaltete Phase (der „Lampendraht“) direkt zum Leuchtenauslass.

Häufige Fragen zur Kreuzschaltung (FAQ)

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Hierfür muss die Verbindung der beiden korrespondierenden Adern zwischen den vorhandenen Wechselschaltern unterbrochen und ein Kreuzschalter integriert werden.
Ab vier oder fünf Schaltstellen wird die Verdrahtung einer Kreuzschaltung sehr komplex. In solchen Fällen ist der Einsatz einer Tasterschaltung mit einem Stromstoßrelais (z. B. von Eltako) oft effizienter, da hierfür weniger Adern verlegt werden müssen.
Für die Verbindung zwischen den Schaltern ist ein 5-adriges Installationskabel (NYM-J 5x1,5) optimal. Dies stellt sicher, dass neben den Korrespondierenden auch Neutralleiter und Schutzleiter für alle Anschlusspunkte zur Verfügung stehen.

Fazit

Die Kreuzschaltung bleibt eine zuverlässige Methode zur Lichtsteuerung in anspruchsvollen Räumlichkeiten. Durch die Wahl hochwertiger Schalterprogramme von Marken wie Busch-Jaeger oder Gira wird eine langlebige und sichere Funktion gewährleistet.

Haben Sie Fragen zu den passenden Komponenten? Entdecken Sie unsere Auswahl an Kreuzschaltern im Shop oder nutzen Sie unseren Experten-Support für eine professionelle Beratung.

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